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Xaver Schörghuber, Helena Wolfram, Liliane Pippan, Leon Spachmann

Medien
  • Flavia Matei/sezonieri.at
  •  | Leon Spachmann
  •  | Marioara A.
  •  | Xaver Schörghuber

Die Stecher vom Feld

Wie geht es den Saisonarbeitskräften, die unseren Spargel ernten?

Constantin Sidor sticht seit 25 Jahren Spargel in Niederösterreich. Der Rumäne steht bei jedem Wetter am Feld. So wie mehr als 41.000 weitere Menschen in Österreich.

So viele Saisonarbeitskräfte arbeiten auf Österreichs Feldern

Anzahl der Erntehelfer:innen und Monatslohn (netto) im Jahr 2025
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Ein großes Anbaugebiet liegt im Marchfeld in Niederösterreich. Einer der größten Betriebe für Spargel gehört Werner Magoschitz. Zur Erntesaison im Frühjahr beschäftigt er 180 Arbeitskräfte, die meisten aus Drittstaaten. Aber wie finden sie zu ihm?















Die Männer arbeiten vorwiegend direkt am Feld und stechen dort den Spargel per Hand. Er wird dann in eine Lagerhalle gebracht. Hier sind es vor allem die Frauen, die das Gemüse sortieren und verpacken. Bevor der Spargel geerntet wird, hat er aber schon einen langen Weg hinter sich.

Das Geheimnis der Spargelpflanze

Der Ablauf der Spargelernte ist seit Jahrzehnten gleich. Sie kann aber auch ein Nährboden für Lohndumping und Missstände sein.

Das ist Senol Alic.

Er arbeitet für die Produktionsgewerkschaft PRO-GE und ist Teil der Kampagne Sezonieri. Sie wurde von lokalen Aktivist:innen gegründet und wird von ihnen gemeinsam betrieben. Sezonieri will die Situation der Erntehelfer:innen in Österreich verbessern. Woran hakt es am meisten?

Wie schlecht die Arbeitsbedingungen für Saisonarbeiter:innen sein können, hat Senol Alic selbst erlebt. Ein Marchfelder Spargelbetrieb soll 2020 schimmlige und schmutzige Unterkünfte vermietet haben.

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Quelle: Marioara A.

Ein anderes großes Problem sind Vermittler, die Menschen in ihren Heimatländern anheuern und dafür eine Art Provision nehmen. Sie sprechen meist gut Englisch und knüpfen die Kontakte zu den Bauern. Werner Magoschitz berichtet von einem Fall, bei dem einer der Vermittler eine Frau betrogen haben soll.

In der Branche gibt es immer noch viele Missstände. Aber immer mehr Bauern werden darauf aufmerksam und versuchen, faire Arbeitsbedingungen zu schaffen. So wie Werner Magoschitz. Sein Ziel ist es, möglichst viele Arbeiter:innen zu haben, die jahrelang immer wieder kommen. So wie Constantin Sidor.

Beitrag: Liliane Pippan, Xaver Schörghuber, Leon Spachmann, Helena Wolfram

Interviewpartner: Werner Magoschitz (Landwirt), Constantin Sidor (Erntehelfer), Senol Alic (Sezonieri)