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Kulturschock Corona
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Kulturschock Corona

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Einleitung

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Der Coronavirus bringt die Kunst- und Kulturszene Österreichs ins Wanken. Geschlossene Theater- und Opernhäuser, Abstandsregelungen, Veranstaltungsverbote und ausbleibende Touristen – nach den im März in Kraft getretenen Einschränkungen ist der Aufschrei groß. Die Kulturschaffenden fordern Klarheit, finanzielle Unterstützung und Statements der Politik. Viele bangen um ihre Existenz.

Was steckt dahinter? Wie kann es sein, dass nach wenigen Monaten Lockdown fast der Zusammenbruch einer ganzen Branche droht? Eines wird bei näherer Betrachtung klar: COVID-19 ist nicht Ausgang des Problems, sondern ein Weckruf. Um zu überleben, muss die Kulturszene auch von innen heraus handeln.

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Backstage

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"Es hat doch im Grund niemand einen rechten Begriff von der Schwierigkeit der Kunst als der Künstler selbst." - Johann Wolfgang von Goethe, 1787

Für Personen innerhalb der Kunst- und Kulturszene sind die Probleme offensichtlich und allgegenwärtig. Für Außenstehende hingegen meist nicht einsehbar, geschweige denn verständlich. Kunst wird als Luxusgut und als Vergnügen der Elite wahrgenommen - immerhin haben Künstler*innen das Privileg, ihre Hobbies zum Beruf zu machen. Anhand der folgenden Probleme wird ein exemplarisches Bild der Missstände gezeichnet: Welche Probleme gibt es und warum gibt es diese überhaupt?


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Der Vorhang fällt

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"Wir stehen selbst enttäuscht und sehn betroffen den Vorhang zu und alle Fragen offen." - Bertolt Brecht, 1939

Die genannten Probleme sind während der Corona-Zeit so offensichtlich geworden wie noch nie zuvor. Einig sind sich die Kulturschaffenden, wenn es darum geht, was in der Problemlösung falsch läuft: Die Kommunikation nach außen und die fehlende Vertretung der Branche in der Gesellschaft und der Politik. Verglichen mit anderen fehlt es der Kunst und Kultur an einer schlagkräftigen Lobby. Darauf ist auch das Gefühl des Allein-Gelassen-Werdens vieler Künstler*innen während des Lockdowns zurückzuführen.

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"Ich fand es zum einen wahnsinnig erschreckend, wie lange die Kunst und Kultur ignoriert wurde in der Krise. Mir war aber auch gleichzeitig wichtig, dass klar wird in der Öffentlichkeit, dass Kunst und Kultur in ständiger Verbindung ist mit so vielen anderen Branchen." - Christina Sidak
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Ein Aspekt, der in der Kunst- und Kulturszene in den letzten Monaten für viel Aufregung gesorgt hat, war die Kommunikation mit der Politik: Zu wenig Wertschätzung für die Branche, zu späte Reaktionen auf Anliegen.
Wann wurden welche Maßnahmen zur Hilfe in Corona-Zeiten gesetzt?
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Leere Konzerthäuser, geschlossene Institutionen und arbeitslose Kulturschaffende - die letzten Monate zeigen, wie schwer eine Krise wie COVID-19 die Kultur treffen kann.
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„Die Politik kann mit der Kultur generell nicht viel anfangen, weil die Kultur jeden Staat etwas kostet, egal wo du hinschaust.“ - Peter Hosek, MA 
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Zukunftsmusik

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“Die ganze Kultur ist eine große, endlose Zusammenarbeit.” - August Strindberg (1849 - 1912)

Tiefe Gräben zwischen den einzelnen Kunstschaffenden, den unzähligen Interessengemeinschaften und der Politik tun sich auf. Doch mit dem Coronavirus als Weckruf bietet sich für Österreichs Kunst- und Kulturbranche eine große Chance zur Neuorientierung. Solidarisierung statt Konkurrenzdenken ist die Devise. Um der nächsten Krise vorzubeugen, muss die ohnehin schon jahrelang krisengebeutelte Szene eine gemeinschaftliche Linie finden. Einzelne Lösungsvorschläge gibt es bereits:
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Neuinszenierung

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Eine erste Annäherung der Bundesregierung an die Forderungen der Interessengemeinschaften ist mittlerweile getan. Die Förderungen für das “IG Netz” in Kunst und Kultur wurden unter Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer von 300.000 Euro auf 500.000 Euro erhöht.

Die COVID-19-Krise hat Probleme der Kulturszene offenbart, die sich schon lange abgezeichnet haben. Die Notwendigkeit langfristiger Lösungen scheint unvermeidlich. Das haben Politik sowie Kultur inzwischen erkannt. Was es dafür benötigt, sind eine stärkere Solidarisierung, Vernetzung und Vertretung der Kulturbranche im politischen Diskurs.

Ob der Weg von Kunst und Kultur zukünftig über die Wirtschaftskammer oder auch weiterhin über Interessengemeinschaften führt, bleibt offen. Eines ist jedoch sicher: Handlungsbedarf besteht jetzt.


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Benjamin Steiger
Michael Stadler
Manon Soukup
Lena Wechselberger
Elisabeth Weingartner

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  • Dieses Projekt entstand im Rahmen einer Lehrveranstaltung im Studienbereich Journalism & Media Management der FHWien der WKW.

    Studierende: Benjamin Steiger, Michael Stadler, Manon Soukup, Lena Wechselberger, Elisabeth Weingartner 

    Bildrechte: (c) Lukas Beck, (c) Claudia Prieler, (c) Richard Tanzer, (c) Studio Koekart, APA, APA/KEYSTONE/PATRICK HUERLIMANN, Kulturquartier Kufstein, Kurier/Gerhard Deutsch, Von Bwag - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0 at, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=35516973, Youtube Audio Library, https://lifehacker.com/whats-the-best-way-to-find-a-movie-i-want-to-stream-onl-5970465, © www.lukasbeck.com

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